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MÜTTER Schleef / Müller-Schwefe Premiere war am 12. August 2010 um 20:00 Uhr Nach Peter Hacks und Heiner Müller widmet sich das theaterlabor bremen dem dritten großen Dramatiker der DDR
Das theaterlabor bremen bleibt sich treu: das Ensemble spielt nach Peter Hacks und Heiner Müller auch in diesem Sommer einen Dramatiker aus der ehemaligen DDR. Es eröffnet die neue Spielzeit mit dem Stück MÜTTER von Einar Schleef. Der 2001 verstorbene Schleef arbeitete nicht nur als Schriftsteller und Regisseur, sondern machte sich überdies als Maler, Fotograf und Bühnenbildner einen Namen. Elfriede Jelinek urteilte in einem Nachruf über ihn: „Es hat nur zwei Genies in Deutschland nach dem Krieg gegeben, im Westen Fassbinder, im Osten Schleef." Bei Schleefs 1986 am Schauspiel Frankfurt uraufgeführter Tragödie „Mütter“ handelt es sich genau genommen um eine Adaption und Neuübersetzung verschiedener Texte der großen antiken Dichter Aischylos und Euripides. Im Kern geht es um das erbitterte Zerwürfnis zwischen den Söhnen des Ödipus. Eteokles, König von Theben, bringt Polyneikes um seinen Erbteil. Um dem Brudermord zu entgehen, flüchtet Polyneikes nach Argos und stellt mit Hilfe Adrastos, des Königs von Argos, ein Heer gegen Theben auf. Die Angreifer scheitern jedoch und kommen allesamt um, ebenso Eteokles. Als der neue Herrscher Thebens, Kreon, die Toten nicht herausgeben will, bitten die Mütter der Gefallenen Theseus um Hilfe.
So die Ausgangssituation, in deren weiterem Verlauf sich eine spannende Geschichte entwickelt, in welcher Akteure getrieben scheinen zwischen inneren Widersprüchen und der Verpflichtung gegenüber dem Gesetz der Gastfreundschaft und Gewährung von Asyl. Schleef verstand sich zeit seines Lebens als Exilant, als heimatlos und heimatsuchend. Eben dies spiegelt sich auch in „Mütter“: die Handlung kreist um Krieg und Kriegsfolgen – Heimatlosigkeit eingeschlossen.
Regisseur Patrick Schimanski hat sich vorgenommen, Schleefs MÜTTER ins Heute zu übertragen und die Grundkonflikte des Stoffs pointiert zuzuspitzen.
Die Premiere wird am Donnerstag, 12. August, stattfinden. Wir sind gespannt! Regie & Musik: Patrick Schimanski Bühne: Sonia Vilbonnet Kostüm: Angela Straube Dramaturgie: Götz Holstein | Schirin Nowrousian | Patricia Röttjer | Jana Schenk Regieassistenz: Katha Trykowski Es spielen: Andrej Bahro | Ricarda Baus | Daniela Dinnes | Kathrin Graumann | Simone Goertz | Romina Jugel | Chiara Kerschbaumer | Anna Katharina Kugel | Annelie Krügel | Joana Landsberg | Marit Lehmann | Patricia Materne | Matthias Meyendriesch | Lara-Sophie Milagro | Katharina Noppeney | Jennifer Paulus | Petra Pauzenberger | Milena Pieper | Markus Spörhase | Ronen-Sander Temerson | Axel Wagener | Katharina Walther | Katrin Wünschel
Weitere Vorstellungstermine: Fr., 13.08. | Sa., 14.08. | Do., 19.08. | Fr., 20.08. | Sa., 21.08. | Do., 26.08. | Fr., 27.08. | Sa., 28.08. | Do., 02.09. | Fr., 03.09. | Sa., 04.09. | Fr., 10.09. | Sa., 11.09.2010 jeweils um 20:00 Uhr Karten bekommen Sie über unser Kartentelefon unter der Nummer: 0421-9868966 oder unter karten@theaterlab.de
***** DER SCHUHU UND DIE FLIEGENDE PRINZESSIN von Peter Hacks Inszenierung: Patrick Schimanski Premiere war am 18. März um 19.30 Uhr weitere Vorstellungstermine siehe unten! IN DER PRESSE: WESER-KURIER vom 20. März 2010 ![]() weitere Kritiken bei: nachtkritik.de oder der Kreiszeitung
Sozialistisch-Märchenhaftes in der Concordia: Das theaterlabor zeigt „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“ von Peter Hacks.
Die zweite Produktion der Winterspielzeit beschäftigt sich mit dem umstrittenen Dramatiker, Lyriker und Essayisten Peter Hacks. Der Autor, der sich zeitlebens in kein östliches wie westliches Raster pressen ließ und sich dadurch auf beiden Seiten der Mauer unbeliebt machte, liefert in seiner märchenhaften Politparabel „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“ viel Stoff zum Nachdenken. In seiner fantastischen Figurenwelt lässt Hacks die großen Gesellschaftsentwürfe aufmarschieren und legt sie gnadenlos auf den Prüfstand. Insbesondere der Kraft der Poesie – in Gestalt der fliegenden Prinzessin – misst Hacks, der vor allem nach der Wende auch als bedeutender Lyriker in Erscheinung trat, große Bedeutung zu.
Der Schuhu, ein hochintelligenter Vogelmensch, erlebt auf seinen Reisen durch die Welt viel Furchtbares: angstgesteuertes Duckmäusertum der Untertanen, absurd-menschenverachtende Eitelkeit der Herrschenden, Engstirnigkeit der Gelehrten. Krieg verheert das Land, Not und Leiden allerorten. Kein Mensch kann dem Elend entrinnen, nur der Schuhu als Mensch der Zukunft durchschaut die Ränke der Obrigkeit und überwindet das Übel. Schließlich trifft er die flatterhaft-liebliche fliegende Prinzessin, eine schicksalshafte Begegnung – bis auch sie den süßen Versuchungen des imperialistischen Großkapitalismus erliegt und der Schuhu seine Reise allein fortsetzt. Doch was wäre ein Märchen ohne Happy End? Die Inszenierung unter der Regie von Patrick Schimanski will herausfinden, welchen Stellenwert Hacks’ literarischer und politischer Nachlass einnimmt und ob seine marxistisch-leninistische Weltsicht Brücken zum Heute schlagen kann. Kann uns der 2003 verstorbene Dramatiker Wege aus der Krise aufzeigen?
Das Märchen für Erwachsene über Herrschaftsstrukturen, Utopien und nicht zuletzt über die Macht der Liebe und der Poesie feiert am 18. März um 19.30 Uhr im Concordia Premiere.
Karten bekommen Sie über unser Kartentelefon unter der Nummer: 0421-9868966 oder unter karten@theaterlab.de ----------------------------------------------------------------------- Spektakulärer Erfolg für das theaterlabor bremen Leser des Fachforums „nachtkritik.de“ wählen „Plutos“ zu Deutschlands wichtigster Inszenierung des letzten Jahres
Im Fußball spräche man von einem „Kantersieg“, in Theaterkreisen herrscht dieser Tage fasziniertes Staunen vor: die Leser des Fachforums „nachtkritik.de“ haben Frank-Patrick Steckels Inszenierung des „Plutos“ nach Aristophanes zur wichtigsten Theaterproduktion Deutschlands des letzten Jahres gewählt – und zwar deutlich: mit 3106 von 18.855 Stimmen, fast doppelt so vielen wie der Zweitplatzierte verbuchen konnte. Damit hat das theaterlabor bremen unter der Leitung von Maik Romberg unter anderem solch große Häuser wie die Volksbühne und die Schaubühne aus Berlin hinter sich gelassen oder auch Christoph Marthalers Inszenierung der „Großherzogin von Gerolstein“ am Theater Basel.
Insgesamt hatten die Rezensenten von „nachtkritik.de“ ihren Lesern für das virtuelle Theatertreffen 36 Inszenierungen zur Wahl vorgeschlagen. Dass mit dem theaterlabor bremen ein freies Theater das Rennen gemacht, wertet die Fachjury um die promovierten Theaterwissenschaftler Petra Kohse, Nikolaus Merck und Dirk Pilz als „Fingerzeig für die Akzeptanz dieser Häuser in ihren Städten“ sowie als Indiz dafür, dass die freien Häuser es am besten verstünden, ihr Publikum zu mobilisieren.
Das Besondere an Frank-Patrick Steckels „Plutos“ nach Aristophanes war, dass es dem Regisseur hier in beispielhafter Weise gelungen ist, eine antike Komödie komplett umzuschreiben, auf die heutige Zeit zu übertragen und mit einem ungewöhnlich großen Ensemble zur umjubelten Aufführung zu bringen. mehr dazu auf: www.nachtkritik.de Pressespiegel "Plutos" ----------------------------------------------------------------------- "Partisanenstreich in der Mainstream-Kultur"
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theaterlabor bremen - eine spielstätte, die theaterschaffenden und bildenden künstlern ermöglicht, sich gemeinsam mit texten auseinanderzusetzen und verschiedene darstellungsformen zu erprobenWir bieten Schauspielern, Mitarbeitern und Künstlern aus dem Bühnen-, Film-, und Medienbereich die Möglichkeit - in Zeiten der Nichtbeschäftigung - ihr Handwerk weiter auszubilden und in der Praxis zu bleiben - sich wieder in Szene zu setzen. theaterlabor theater schauspiel bremen waldau theater theaterschaffende weiterbildung weiterqualifizierung qualifizierungsmaßnahme schauspieler fortbildung |