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| nachtasyl von maxim gorki premiere am 3. märz 2007 "man wird geboren, lebt ne zeit und krepiert." gorkis "nachtasyl" ist ein ort, an dem menschenleben billig sind. seine bewohner haben nicht viel mehr als ihre blanke existenz. ihren besitz haben sie verloren, auch ihre arbeit oder zumindest die freude daran. die ausweglosigkeit der situation zeigt sich im falle des schlossers kle¹c, als er sein werkzeug verkauft, um das begräbnis seiner frau zu bezahlen. um dennoch nicht immer auf der stelle zu treten, betäuben sich die menschen mit alkohol, malen sich unmögliche liebesgeschichten aus oder planen den ausstieg, der sibirien oder freitod heißt. gorkis stück zeigt, welchen einfluss die materielle situation des menschen auf sein seelisches wohlbefinden haben kann. darüber hinaus legt es gruppenprozesse offen, die in jeder gemeinschaft gültig sind: das ableiten von aggressionen, das im gewaltexzess münden kann, der wunsch nach zugehörigkeit, das ringen um würde und anerkennung, das aushandeln einer ordnung mit allgemein verbindlichen werten, der versuch eines neuanfangs nach einer niederlage. selbst ganz am boden angekommen, ist der mensch noch "mehr als ein satter bauch". regie und musik patrick schimanski |
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